Rudolf Schwarz
Virtueller Kirchen-Rundgang – Katholische Gemeinde St. Antonius

Architekt einer anderen Moderne
Auszug aus dem Werkverzeichnis
1929 – 1930 Pfarrkirche St. Fronleichnam in Aachen
Prominentes Beispiel des „Neuen Bauens“ in der Weimarer Zeit
1946 – 1948 „Hauptplanleger“ für den Wiederaufbau der Paulskirche in Frankfurt
1949 – 1955 Wiederaufbau des Gürzenich in Köln unter Einbeziehung der Ruine der Kirche St. Alban
1952 Gutachter, mit eigenem Entwurf, zum Wiederaufbau des Folkwang Museums in Essen
1954 – 1957 Pfarrkirche St. Franziskus, Essen-Bedingrade und Pfarrkirche St. Andreas, Essen-Rüttenscheid
1956 – 1959 Pfarrkirche St. Antonius, Essen-Frohnhausen
geboren am 15. Mai 1897 in Straßburg
1914 – 1919 Studium der Architektur an der Technischen Hochschule Berlin-Charlottenburg – Abschluss als Dipl.-Ing.
dabei auch Teilnahme an Vorlesungen in Katholischer Theologie, Geschichte und Philosophie an der Universität Bonn
1919 – 1923 Ausbildung zum Regierungsbaumeister beim Hochbauamt des Preußischen Regierungspräsidiums Köln mit Abschluss in Berlin
dabei auch Gasthörer an der Universität Köln für Kunst-geschichtliche Übungen
1923 Promotion an der Technischen Hochschule Berlin zum Dr.-Ing. mit einer Arbeit über Frühtypen der rheinischen Kleinkirchen
1923 – 1924 Meisterschüler von Hans Poelzig an der Berliner Akademie der Künste
1924 „Burgbaumeister“ von Burg Rothenfels am Main, einem Sitz der katholischen Jugendbewegung Quickborn. Beginn der Mitarbeit an der Zeitschrift Die Schildgenossen, Zeitschrift aus der Katholischen Lebensbewegung
1925 Dominikus Böhm holt ihn als Regierungsbaumeister und Lehrer an die Bau- und Kunstgewerbeschule in Offenbach am Rhein
1927 Schwarz wechselt an die Kunstgewerbeschule Aachen und leitet diese als Direktor und Professor bis zur Schließung durch die Nationalsozialisten im Jahre 1934
Er wird neben Josef Aussem und Romano Guardini Mitherausgeber der Zeitschrift Die Schildgenossen
1934 – 1940 freier Architekt in Offenbach und Frankfurt
1941 – 1944 versch. Positionen als Landesplaner in Lothringen
1944 – 1946 Kriegsdienst und Kriegsgefangenschaft
1946 – 1952 Generalplaner für den Wiederaufbau von Köln
1949 Professorentitel durch die Landesregierung NRW
1951 Hochzeit mit der 25 Jahre jüngeren Architektin Maria Lang
1953 – 1961 Schwarz nimmt seine Lehrtätigkeit als ordentlicher Professor für Städte- und Kirchenbau an der Kunsthochschule Düsseldorf auf
1955 wird er Mitglied der Akademie der Künste Berlin
verstorben am 3. April 1961 in Köln
