Liturgie
Rahmen und Inhalte des Gottesdienstes
Liturgie der Farben

Liturgie der Farben…
Zu beobachten bei einem Abendspaziergang in Frohnhausen mit Blick auf die Kirchturmspitze von St. Elisabeth. Oft, aber nicht immer bunt, erstrahlt diese und bringt Licht in eine dunkle „Ecke“ (O-Ton eine Anwohners).
Warum und wann das so ist, erfahren Sie hier! Bleiben Sie neugierig!

Diese fünf Tage sind nach Bischöfen und MärtyrerInnen benannt, die zwischen dem 3. und 5. Jahrhundert gelebt haben
Mamertus macht den Anfang am 11. Mai. Als Bischof von Vienne im ehemaligen Gallien war er im 5. Jahrhundert eigentlich Experte für Bittprozessionen gegen Naturkatastrophen, heute gilt er als „Frost-Bote“. Er steht für das Vertrauen darauf, dass Gott auch in unsicheren Zeiten Schutz schenkt.
Pankratius (12. Mai) war ein junger Märtyrer aus Rom und gilt als Patron der blühenden Natur. Er steht für Mut und Standhaftigkeit im Glauben – auch gegen Widerstände. Bei seinem Tod war erst 14 Jahre alt, deswegen gilt er auch als Beschützer von Kindern und Jugendlichen.
Servatius (13. Mai) war Bischof von Tongern. Ob die Überlieferung stimmt, dass er mit einem hölzernen Schuh erschlagen wurde, ist ungewiss. Fest steht, dass er als Schutzheiliger bei Fußleiden und Rheuma verehrt wird.
Bonifatius von Tarsus (14. Mai) war ein angelsächsischer Mönch, der im Auftrag des Papstes das Christentum beispielsweise in Deutschland und Frankreich verbreitete. Er steht für Aufbruch und die Kraft, Glauben konkret in die Welt zu tragen.
Sophia, auch bekannt als die „Kalte Sophie“, bildet den Abschluss der Reihe am 15. Mai: „Vor Nachtfrost du nie sicher bist, bis Sophie vorüber ist“, heißt es im Volksmund. Erst nach ihrem Gedenktag, so die alte Bauernregel, darf die Geranie gefahrlos auf den Balkon und die Sommerbepflanzung in die Erde. Sophia von Rom gilt als Schutzheilige der Feldfrüchte und Patronin für eine gute Ernte.
Kirchliche Feiertage anschaulich erklärt
Jonas Heidebrecht hat mit seinen Infografiken eine ansprechende und lockere Art und Weise gefunden, kirchliche Feiertage zu beschreiben.
Wir feiern im Dezember

Nikolaus von Myra
am 06. Dezember

Advent, Advent
Die Adventszeit kennt viele Bräuche und Gewohnheiten, von kirchlich-christlichem und weltlichem Ursprung. Der Adventskranz ist ein Brauch aus dem 19. Jahrhundert. Der Pädagoge Johann Heinrich Wichern bastelte einen Lichterkranz mit 24 Kerzen, um „seinen“ Kindern im Waisenhaus die Wartezeit auf Weihnachten zu verkürzen. Daraus entwickelte sich der heutige Adventskranz, dessen Kerzen an den vier Adventssonntagen entzündet werden. Mit seinem von Woche zu Woche heller werdenden Lichterschein will er daran erinnern, dass wir aufgerufen sind, ‚adventliche Menschen‘ zu werden, Menschen, die auf die Ankunft Gottes in dieser Welt hoffen und vertrauen.


Gaudete – Freut euch!
Das ist die Botschaft am 3. Adventssonntag.
„Vorfreude ist die schönste Freude“, so sagt ein Sprichwort.
Es ist die Art von Freude, die in die Zukunft weist: wir freuen uns auf etwas, das noch bevorsteht: ein Wiedersehen, ein Fest, eine Reise oder auch auf eine Geburt: Die Geburt Christi rückt näher.
Die liturgische Farbe Rosa ist eigentlich ein helles Violett ( die Farbe der Fastenzeit) und wird hauptsächlich an zwei Festtagen getragen. Sie steht für die (Vor-)Freude auf Weihnachten und am 4. Fastensonntag (Laetare) für die Freude auf Ostern.


Wir feiern im Februar

Die Asche für das ‚Aschenkreuz‘ wird aus den Palmzweigen des Vorjahres gewonnen, die verbrannt werden. Sie verweist damit auf Jesus, der an Ostern letztlich als Sieger gefeiert wird. Ihn tragen wir auf der Stirn, auf ihn hin soll die Umkehr erfolgen. Die brennenden Zweige wiederum erinnern an das Osterfeuer, das als Zeichen des anwesenden Gottes gedeutet wird.
Wir feiern im April

Am Gründonnerstag hält Jesus das letzte Abendmahl mit seinen Jüngern. Nach der Überlieferung des Johannes-Evangeliums wäscht Jesus vor dem Abendmahl den 12 Aposteln die Füße. Bei dieser Fußwaschung handelt es sich um ein symbolträchtiges Geschehen, das die sich selbst entäußernde Liebe Jesu zum Ausdruck bringt.
Beim anschließenden letzten Abendessen teilt Jesus mit den Aposteln Brot und Wein„ mit den Worten : Dies ist mein Leib, der für euch hingegeben wird“, „Dies ist mein Blut, das für euch vergossen wird“ „Tut dies zu meinem Gedächtnis“.


Wir feiern im Mai

Das Fest Christi Himmelfahrt erinnert nicht an ein historisches Ereignis aus dem Leben Jesu. Es geht nicht darum, dass er in die Wolken abhebt. Die Himmelfahrt illustriert vielmehr eine theologische Aussage: Jesus hat Teil an der Herrschaft Gottes und ist ihm so nahe wie kein anderer. Erst nach der Himmelfahrt sitzt Christus „zur Rechten Gottes“, wie es im Glaubensbekenntnis heißt. So bietet die Himmelfahrt eine Erklärung dafür, dass Jesus zwar lebt und regiert, aber nicht mehr in körperlicher Gestalt bei seinen Jüngern ist.
Wir feiern im Juni

50 Tage nach Ostern feiern die Menschen christlichen Glaubens das Pfingstfest, das auch als Geburtstag der Kirche bezeichnet wird. Das wird mit vielfältigen Gottesdiensten gefeiert – auch und gerade ökumenisch.
Pfingsten erinnert an die Herabkunft des Heiligen Geistes. Der Heilige Geist ist nach dem Verständnis der Kirche in die Welt gesandt, um Christi Botschaft in der sich wandelnden Welt lebendig zu halten. Mit Pfingsten endet die 50-tägige österliche Festzeit. Das Wort Pfingsten kommt vom griechischen Wort „pentekoste“, was „fünfzig“ bedeutet.


Wir feiern im August

Wir feiern im Oktober

Im Oktober danken wir Gott für seine vielfältigen Gaben mit dem Erntedankfest.
Wir feiern im November

Allerheiligen/ Allerseelen
Am 01./02. November
Allerheiligen ist ein freudiger Festtag, der alle Heiligen Gottes feiert.
Das Fest aller Heiligen am 1. November kam im 8. Jahrhundert aus Irland und England auf den europäischen Kontinent und hat sich bald allgemein durchgesetzt. Allerheiligen ist ein gesetzlicher Feiertag in den katholischen Regionen Deutschlands.
Heilige sind Menschen, die durch ihr Leben ein ganz besonderes Vorbild dafür gegeben haben, wie christliches Leben gelingt.
Anfangs wurden nicht alle Heiligen, sondern vor allem die Märtyrer gefeiert, die durch Jahrzehnte der Christenverfolgung ihr Leben lassen mussten. Wer konnte da garantieren, dass man wirklich von jedem den Namen kannte? Konnte es nicht auch Märtyrer geben, um deren Glaubenszeugnis niemand wusste?
So geht es heute an Allerheiligen darum, alle Heiligen zu feiern – auch diejenigen, von denen eigentlich keiner weiß.
Am darauffolgenden Tag, an Allerseelen, steht das Gedächtnis der Toten im Vordergrund.

Martin von Tours
am 10. November


