Besuch
Irgendetwas ist anders. Die Hirten auf den Feldern bemerken es zuerst. Die Schafe lassen sich nicht stören. Doch auch sie nehmen die Veränderung war.
Sie sind angekommen. 3 Könige/Sterndeuter aus fernen Ländern sind einem besonders auffälligen Stern gefolgt und in einem Stall gelandet. All die Strapazen für ein Baby? Ja, denn verheißen war ein neuer König. Vorbereitet waren sie auch. Ihre Geschenke waren eines neuen Königs würdig.
Die „Idylle“, die sie vorfinden, trügt. Das wissen sie, nachdem ihnen ein Engel nahegelegt hatte, einen anderen Heimweg anzutreten. Engelsbotschaften soll man ja bekanntlich nicht ignorieren.
Die kleine Familie tat es auch nicht. Fortsetzung folgt!
Schlechte Nachrichten
Wir nähern uns dem Ende der Weihnachtszeit. Engel haben ihre Botschaften an den Mann bzw an die Männer gebracht. Die Sterndeuter bekamen den Auftrag, nicht zu Herodes zurückzugehen. Sie folgen der Aufforderung und nehmen einen anderen Weg. Mit einem Blick zurück verabschieden sie sich.
Auch für die Schutzpatrone in unserer Krippendarstellung- Franziskus und Elisabeth- endet bald ihr „Einsatz“. Sie haben das Geschehen aus der Nähe verfolgt und scheinen zufrieden zu sein.
Flucht
Josef wurde aufgefordert, seine Familie in Sicherheit zu bringen. Er hat Erfahrung mit Traumbotschaften und zögert nicht, ihnen Folge zu leisten. Also schnappt er sich Maria und Sohnemann und macht sich auf den Weg. Das Ziel kennt er, die Richtung wird ihm sicherheitshalber noch mal gezeigt. Obwohl die Situation nicht ungefährlich ist, strahlt Marias Gesicht. Mutterstolz eben – ein überwältigendes Gefühl. Sie vertraut ihrem Gefährten und Gott, denn von ihm kam die Botschaft zur Flucht.
Franziskus und Elisabeth schauen ihnen nach. Sie begleiten die Familie noch eine Weile.
Jerusalem
40 Tage nach seiner Geburt wurde Jesus von seinen Eltern zum Tempel in Jerusalem gebracht und dem Herrn „dargestellt“, also geweiht. Maria brachte an diesem Tag, wie es vorgeschrieben war, ein Reinigungsopfer dar. Im Tempel beteten Simeon und Hanna, die in Baby Jesus den Erlöser erkannten.
Hier endet nun wirklich die Weihnachtsgeschichte. Am 02. Februar 2025 wird Mariä Lichtmess, auch als das Fest zur Darstellung des Herrn im Tempel, gefeiert.
Elisabeth hat ihren Heimweg schon früher angetreten, Franziskus hat auf das Einhalten der jüdischen Gesetzte noch ein Auge geworfen. Er scheint aber ganz zufrieden zu sein.
„Unsere“ Krippler haben es wieder geschafft, eine jahrtausend alte Geschichte durch bildhafte Darstellungen in unsere Gegenwart zu holen. Tradition und Aktualität sind auf wunderbare Weise in Beziehung gesetzt worden. Dafür bedanke ich mich auch im Namen der Gemeinde und aller Besucher bei
Frau Rühseler, den Eheleuten Rita und Alfred Koch sowie dem Ehepaar Marliese und Heinz Potztal.
Der Advent ist für unser Krippenbauteam, das sich selbst auch gerne als die Krippler bezeichnet, der Start ins neue Kirchenjahr.
Wer nun glaubt, alles beginne mit der Geburt Christi, vergisst die Zeit der Schwangerschaft. Frau kennt das: erst ungläubiges Staunen, Freude, Euphorie (und manchmal auch Angst), dann Verwandtenbesuch, Schwangerschaftsvorbereitungen, Alltag eben.
Nicht so unsere Krippler. Der Aufbau der Krippe ist ein Prozess. Mit ihren wechselnden Darstellungen bringt das Team die wichtige Vorgeschichte im wahrsten Sinne des Wortes bildlich auf den Punkt. Außerdem hat es einen „Verbündeten“ an seiner Seite: nein, keinen Engel, sondern den Heiligen Franziskus. Dieser hatte vor genau 800 Jahren eine wunderbare Idee.
Neugierig geworden? Dann schauen Sie vorbei. In der Kirche oder hier auf der Homepage. Hinschauen und Hineinschauen lohnt sich!
Apropos: sein Friedensgebet ist heute aktueller als je zuvor.
Planung und Aufbau
Die Vorbereitungen sind im Gange, die Protagonisten stehen bereit und warten auf ihren Einsatz. Die Anzahl der Darsteller steht fest, die Darstellung hingegen lässt Raum für Interpretationen. Doch ohne Konzept geht es nicht. Wer übernimmt welche Rolle in der Krippendarstellung(wobei die von Maria und Josef nicht austauschbar sind), welches Outfit ist authentisch, welchen Standort nehmen die Figuren ein? All diese Fragen stellen sich unsere „Krippler “ zu Beginn des neuen Kirchenjahres mit dem 1. Advent stets aufs Neue. Danke für die Leidenschaft zur Gestaltung jährlich wechselnder Krippendarstellungen.
Ohne „Drehbuch“ geht es nicht.
Hauptrolle, Nebenrolle oder vielleicht nur Statist?
Diese 3 kennen ihre Rolle bereits
Nachdem nun fest steht, welche Figur welche Rolle erhält, geht es ans Ankleiden. Keine Frage: die Hirten tragen ein anderes outfit als die Könige, der Herbergsvater ein anderes als Josef oder Simeon im Tempel.
Er sieht ziemlich geschafft aus, der Arme. Na, Sie erkennen sicher seine Rolle ?
Besser mal nachschauen, ob alles in Ordnung ist.
Ankleiden macht müde. Allerdings, bequem ist anders.
Auch sie sind aus der Geschichte nicht wegzudenken. Schafe mit ihren Lämmern. Ochs´ und Esel sind ebenfalls wichtige Protagonisten. Sie alle stehen bereit, die weltbewegende, weltverändernde Geschichte zu erzählen.
Abbau -Was bleibt
Am 02.02. endet, 40 Tage nach Heiligabend, mit der Darstellung des Herrn im Tempel, auch bekannt als Hochfest Mariä Lichtmess, die Weihnachtszeit. Spätestens jetzt sind die Tannenbäume aus Kirchen und Wohnzimmern entfernt und die Krippen nebst Figuren gut verpackt. So auch bei uns.
Die letzten Kulissen werden abgebaut und das alt Vertraute, unsere Werktagskirche, kommt wieder zum Vorschein.
Was bleibt, ist die Erinnerung an eine besondere Geschichte, seit tausenden von Jahren immer wieder erzählt und -Dank sei Franziskus- seit 800 Jahren bildhaft nachgestellt. Die Geschichte ändert sich nicht, das Drumherum dagegen lässt Raum für Phantasie und Interpretation. Deshalb wird die Adventszeit immer wieder ein Miterleben der Weihnachtsgeschichte in Wort und Bild. Darauf können wir uns auch dieses Jahr wieder freuen. Dazu sind alle herzlich eingeladen.
Wie alles begann
In der Adventzeit spielt der heilige Franziskus in den bildlichen Darstellungen unserer Krippe eine besondere Rolle.
Da stellt sich die Frage: „Warum?“ Oder:
„Wer baut denn da? Und was?“
Die Antworten kann man in den Bildern entdecken.
Hinschauen lohnt sich!
Ein Mönch und ein Werkzeugkasten – auf den ersten Blick ein ungewohntes Bild – was nicht heißen soll, dass Mönche nur geistig unterwegs sind.
Er scheint etwas ratlos.
Jetzt wird die Situation offensichtlich. Hier wird etwas gebaut. Eine Mauer oder eher eine Wand… Nun, da wird jede helfende Hand gebraucht.
Am 1. Advent
ist auch das erste Bild fertig gestellt. Wir laden Sie ganz herzlich ein, das Wachsen und Werden der Krippe zur Zeit des Hl. Franziskus zu verfolgen.

2. Advent
Wie mag die Geschichte weitergehen?
Der Altar steht, doch er wäre nicht Franziskus, wenn er nicht auch für die Tiere in der Umgebung gesorgt hätte. So hat er die Krippe mit frischem Stroh aufgefüllt.
Doch etwas stimmt nicht. Er schaut irritiert.
Während die Tiere von den Wiesen ringsum nicht lange auf sich warten lassen,
wendet sich der Esel ab. Franziskus macht einen Schritt auf ihn zu.
Doch der Esel ignoriert ihn weiterhin. Ob hier der Ursprung der Redewendung „störrischer Esel“ herrührt?
Was mag der Grund für sein Verhalten sein? Franziskus ist ratlos.
3. Advent
Die Geschichte geht weiter
Wir kennen immer noch nicht den Grund, warum der Esel sich abwendet. Was erregt seine Aufmerksamkeit? Vielleicht sieht er etwas, das uns noch verborgen bleibt. Die Geschäftigkeit um ihn herum interessiert ihn wenig. Langsam wendet sich unser Blick in Richtung Futterkrippe.
Aber hallo! Nein, das ruft Franziskus sicher nicht. Eher noch: Oh mein Gott! Die Krippe ist hier nicht die früheste Variante der Babyklappe, nein, es ist tatsächlich „nur“ eine Futterkrippe, in der ein Baby liegt. Die Frage, woher es plötzlich kommt, ist berechtigt. Es ist auch nicht das Probeliegen des erwarteten Kindes. Nein, dieser kleine Schatz gehört zu ihr.
Sie hat ihr Baby spontan in das Stroh gelegt. Wir erinnern uns: Franziskus will die Menschwerdung Christi anschaulich darstellen. Diese wunderbare, unglaubliche Geschichte den Menschen nahe bringen. Und zwar mit allem, was dazu gehört. Den Tieren auf den Feldern ringsherum bleiben die Aktivitäten nicht verborgen. Damals waren es Hirten mit ihren Schafen, zu seiner Zeit (also Franziskus´ Zeit) Bauern (gendern gab es da noch nicht) und deren Vieh. Neugier ist da natürlich der Garant, dass Franziskus sein Publikum bekommt.
Sie alle kommen herbei um zu sehen, was in ihrer unmittelbaren Nachbarschaft passiert. Franziskus feiert eine Messe. Er weiß um die Macht der Bilder, kennt das einfache, aber auch harte ländliche Leben der Menschen und holt sie dort ab, wo sie sich auskennen. Inmitten der Realität ihres Daseins gelingt es ihm, sie zu begeistern, Freude zu schenken und Hoffnung zu wecken. Ja, vor allem Hoffnung! Sie feiern Gottesdienst mit ihm und ein Fest miteinander.
Nachdem nun Franziskus die Hl. Nacht vor 800 Jahren „in echt“ nachgestellt und mit mit den Menschen Gottesdienst gefeiert hat, wird es auch für uns Zeit, in unsere Realität zurückzukehren. In diesem Jahr fallen der 4. Advent und Heiligabend auf den gleichen Tag. Unser viertes Bild wird die Weihnachtkrippe.
Der Masterplan für den Bühnenumbau steht. Der Unterbau lässt Großes vermuten.
Handwerkszeug, Materialien für die zu schaffende Landschaft stehen griffbereit, und den ein oder anderen neugierigen Zaungast hat´s auch schon aufs Parkett gelockt.
Das Bühnenbild nimmt Formen an. Wer die Geschichte kennt, weiß, was hier entsteht.
Franziskus macht das, was er am liebsten tut: er kümmert sich um die Tiere. Aber irgendetwas stimmt nicht. Finde den Fehler! Ein kleiner Tipp: Ochs, Esel und Franziskus: man beachte die Blickrichtung. Lösungsansätze werden dankend entgegengenommen.
Ach wie schön! Keiner mehr nackig. Die Darsteller tragen ihrer Rolle gemäß das richtige outfit. Manche schauen schon interessiert auf den Ort des Geschehens. Sie sind wahrscheinlich ein wenig aufgeregt ob des Wunders, das sie miterleben werden.
Nachdenkliche Gesichter…müssen wir uns Sorgen machen? Josef grübelt. Kein Wunder, er sitzt ja neben der falschen Frau. Maria sah eben doch noch ganz anders aus. Seine Sitznachbarin wirkt erschöpft. Vielleicht ist es ja nur Lampenfieber. Da möchte man ihnen zurufen: „Kopf hoch! Alles wird gut!“
Auch Maria scheint gedanklich weit weg zu sein. Vielleicht lässt sie ihr bisheriges Leben Revue passieren, vielleicht sorgt sie sich aber auch um die Zukunft. Frau kennt das. Achterbahnfahrt der Gefühle. Von Himmelhochjauchzend bis zu Tode betrübt- alles vorhanden.
Sie dagegen machen einen sehr entspannten Eindruck. Das liegt wahrscheinlich an dem Engel neben ihnen. Was er zu sagen hat, macht Mut, lässt Herzen höher schlagen und Hoffnung wachsen. Die beste Rolle in der Geschichte.
4. Advent Heiligabend – Die Nacht der Nächte
Mit der Adventszeit beginnt die äußere und innere Vorbereitung auf die Hl. Nacht. Die Kerzen auf dem Adventskranz geben den Takt an, in dem unsere Freude und Hoffnung auf das Kommen des Herrn wächst. Mit dem Anzünden der 4. Kerze bleiben uns in der Regel noch ein paar Tage, dem alltäglichen physischen Stress den Rücken zu kehren und uns psychisch, also inwendig, dem bevorstehenden Ereignis zuzuwenden. In diesem Jahr müssen Anspannung und Entspannung nahezu gleichzeitig passieren. Heiligabend fällt auf den 4. Adventssonntag.
Generalprobe? Die fällt heute aus. Jeder kennt seinen Platz. Verwunderung, Staunen, stille Anbetung- das alles braucht keine Worte. Gabriel flüstert zur Sicherheit noch einmal: „Fürchtet euch nicht“, aber ob´s nötig ist? Ich glaube, eher nicht. Alles braucht seine Zeit. Auch das Begreifen!
Na, da ist er ja wieder. Franziskus, der vor 800 Jahren die erste lebendige Weihnachtskrippe „erfand“. Er fordert uns auf:
Menschen, die ihr wart verloren, lebet auf, erfreuet euch! Heut ist Gottes Sohn geboren, heut ward er den Menschen gleich!
Hoher Besuch…und die Hirten kommen aus dem Staunen nicht heraus
Mittlerweile ist hoher Besuch eingetroffen. Die 3 Könige haben ihr Ziel dank des Sterns erreicht. Die Gastgeschenke sind Gold, Weihrauch und Myrrhe. Manch einer mag sich darüber wundern. Das sind ja nicht gerade Geschenke, die man einem Säugling mitbringen würde. Damals war das eine überaus kluge Entscheidung. Warum? Die Begründung gab´s in der Sternsingermesse.
Nicht umsonst nennt man diese Männer weise. Die Geburt in einem Stall lässt jetzt nicht auf familiären Reichtum schließen. Gold sorgt dafür, dass die Familie in Zukunft nicht hungern muss.
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Wer den „Duft“ von Weihrauch kennt und folgerichtig Baby=Windel= Stall=Tiere kombiniert, zieht den einzig richtigen Schluss: Weihrauch siegt! Riecht penetrant, aber anders!
Myrrhe kannte man schon damals als kostbares Heilmittel. Es wirkt entzündungshemmend, schmerzstillend und neben den wohltuenden Eigenschaften bindet es (man denke an Stall) Gerüche.
Ob die Hirten deshalb ein wenig auf Abstand gegangen sind, sei dahingestellt. Es waren ohne Zweifel wohldurchdachte Geschenke, die die drei Weisen im Gepäck hatten. Die Familie wird es gefreut haben. Es steht ihnen ja noch einiges bevor.
Wir halten Sie weiterhin auf dem Laufenden!
Aufbruch
Träume! Wer kennt das nicht? Sie sind oft so real, dass man sich an jede Kleinigkeit nach dem Aufwachen erinnert. Die 3 Weisen haben ihren Traum ernst genommen. Sie mögen sich über die Aufforderung gewundert haben, doch ignoriert oder abgetan haben sie diese nicht.
Sie haben tatsächlich einen anderen Weg eingeschlagen. Sie drehen sich noch einmal um und winken der Familie zu. Ein freundschaftlicher Abschied könnte man meinen. Was mag sie bewogen haben, der Aufforderung des Engels im Traum nachzukommen? Immerhin haben sie die Geburt eines neuen „Herrschers“ erwartet und stehen letztendlich vor einem Baby, „nur“ mit einer Windel bekleidet unter ärmlichsten Verhältnissen. Da passte doch nichts zusammen. Größer konnte der Unterschied zwischen Erwartung und Realität gar nicht sein. Baby Jesus muss mächtigen Eindruck gemacht haben. Zurück zu Herodes sind sie jedenfalls nicht gegangen. Die Geschichte wäre anders erzählt worden.
Die hochrangigen Besucher haben ihren Rückweg angetreten. Die Familie ist allein zurückgeblieben. Na ja, allein nicht ganz. Hirten und Schafe sind nach wie vor in der Nähe. Sie wundern sich vielleicht über das, was sie miterlebt haben. Die fremden Besucher werden von ihnen bestimmt argwöhnisch beäugt, irritiert beobachtet oder bewundert worden sein. Wer weiß das schon?
Flucht
Aufforderung zur Flucht! Auch wenn diese ein Engel ausspricht, macht die Botschaft doch Angst.
Josef ist wahrscheinlich aus dem Schlaf hochgeschreckt und die imposante Erscheinung des Engels tut ihr übriges. Traum oder Realität spielt in diesem Moment wohl keine Rolle, denn da Engel Boten Gottes sind, ist deren Botschaft von höchster Dringlichkeit.
Sie müssen also weiter. Als gottesfürchtiger Mann zögert Josef nicht lange. Er schnappt sich Frau und Kind und zieht los..
Für Maria ist der Esel ein Geschenk. So kurz nach der Entbindung, nach den aufregenden Tagen, die hinter ihr liegen, hatte sie wahrscheinlich kaum Zeit, sich von der Geburt zu erholen. Dazu ihr Mann, der sie zur Eile drängt (ob und wann er ihr den Grund für den hastigen Aufbruch genannt hat, weiß man nicht), lässt keinen Zweifel an dem Ernst der Lage. Sie kann auf dem Esel reiten, doch anstrengend wird´s trotzdem werden.
Für die Hirten kehrt allmählich der Alltag wieder ein. Sie werden sich wahrscheinlich noch oft die Augen reiben und sich fragen, ob das alles geschehen ist. Auch ihnen ist ein Engel erschienen, die Geburt in einem Stall kennen sie nur von ihren Tieren, dann Besuch von -so konnte es nur sein- sehr bedeutenden Persönlichkeiten und das Baby in der Futterkrippe sollte der „Retter“ , der „Messias“ sein? Das muss man erst mal verdauen! Sie haben also eine Menge zu erzählen.
Zurück bleibt er…sicher froh, seinen Stall wieder für sich allen zu haben, ohne Babygeschrei und Besucherandrang..
und er, Franziskus, der die bildliche Darstellung der Weihnachtsgeschichte vor 800 Jahren ins Leben rief und seit der Zeit viel Raum für Interpretationen bietet. Gut gemacht, Franziskus!
Ankunft am Tempel
Endlich angekommen!
Davon ausgehend, dass Maria und Josef die biblischen/jüdischen Gesetze achteten und danach handelten und lebten, brachten sie ihren Sohn zum Tempel. Die erstgeborenen Söhne waren laut Gesetz dem Herrn geweiht, die Frauen galten nach der Geburt eines Sohnes 40 Tage als unrein (bei Töchtern sogar 80 Tage, unglaublich!).
Für die Reinigung war eine Opfergabe fällig, die sie natürlich dabei hatten: die Begüterten brachten Schaf und Taube, die weniger Betuchten 1 bis 2 Täubchen. So erklärt sich Marias Mitbringsel. Obwohl? Was war denn mit den kostbaren Geschenken der 3 Weisen? Wir erinnern uns: die Familie war immer noch auf der Flucht. Anders, als die Strapazen, die Flüchtende heute durchmachen, aber sicher getrieben von der Angst um das Leben ihre Sohnes. Wahrscheinlich war Maria eine vorausschauende Frau, sparsam und genügsam und verantwortungsvoll im Umgang mit den wenigen Habseligkeiten. Niemand konnte schließlich wissen, was noch auf sie zukommen würde.
Die berühmten Worte eines berühmten Mannes!
Simeon…
war überwältigt und bestimmt randvoll mit Glückshormonen, als er sah, wer ihm da gebracht wurde. Es war ihm schließlich prophezeit worden, dass er Baby Jesus, den Heilsbringer, sehen würde, bevor er starb. Wie lange das Warten dauern würde, wusste er nicht. Gezweifelt an der Botschaft hat er allem Anschein nach auch nicht. Tiefgläubig und fromm hat er seinen Tempeldienst versehen, genau so wie …
Hanna,
eine hochbetagte Witwe, die Tag und Nacht im Tempel weilte, fastete und betete. Auch sie erkannte beim Anblick des Säuglings, wer da in Simeons Armen lag. Auch sie erkannte die Bedeutung dessen, wessen Zeugin sie wurde.
Hier endet nun unsere Krippendarstellung, die seit Weihnachten von den Familien Potztal und Koch im wöchentlichen Rhythmus dem Evangelium gemäß angepasst wurde. Die Liebe zum Detail war in jedem „Bild“ sichtbar und wurde mit großer Wertschätzung und viel Lob der Besucher gewürdigt. Auch wir, die Gemeinde St. Elisabeth, sagen von ganzem Herzen Danke für die sorgfältige und zuverlässige Betreuung und Begleitung der Krippenausstellung, die parallel stattfand und zahlreiche Besucher erfreute. Dass unsere wunderschöne Kirche dabei ganz „nebenbei“ großen Anklang fand, war eine weitere positive und beglückende Zugabe.
Apropos: mit diesem Bild verabschieden wir uns auch vom Hl. Franziskus, der uns ein liebgewordener Begleiter war. Vielleicht treffen wir ihn ja bei Gelegenheit wieder. Nichts ist unmöglich!

















Der Besuch ist da
































































































































