Titus Brandsma wird heilig gesprochen
TITUS BRANDSMA, JOURNALIST UND KARMELIT, WIRD AM 15. MAI 2022 DURCH PAPST FRANZISKUS IN ROM HEILIG GESPROCHEN.
Titus Brandsma wurde 1881 in den Niederlanden geboren, trat 1899 in den Karmelitenorden ein und wurde 1905 zum Priester geweiht. Danach setzte er seine Studien fort und lehrte von 1923 bis 1942 als Professor an der kath. Universität Nijmegen. Darüber hinaus war er ein arbeitsamer und erfolgreicher Journalist und geistlicher Berater des Journalistenverbandes. Sein mutiger Einsatz für die christlichen Grundwerte führte zu seiner Verhaftung. Über verschiedene Gefängnisse gelangte er in das Konzentrationslager Dachau. Am 26. Juli 1942 wird er dort durch eine Injektion umgebracht.
Die Pfarrei St. Antonius ist mit dem neuen Heiligen in besonderer Weise verbunden, da die aufgegebene Kirche St. Mariä Geburt von 1956 bis 1995 von Patres vom Orden der beschuhten Karmeliter geleitet wurde.
Als am 3. November 1985 die Seligsprechung erfolgte reisten auch Gemeindemitglieder nach Rom und es entstand der Gedanke der Errichtung einer Gedächtnisstätte in der Kirche.
Der Kölner Künstler Egino Weinert wurde gebeten Darstellungen für einen Reliquienschrein zu entwerfen. Diese lagen ein Jahr später vor und der Schrein mit Darstellungen von sechs Begebenheiten aus dem Leben von P. Titus Brandsma wurde angefertigt.
Am 13. September 1987 wurde die Gedächtnisstätte mit dem Reliquienschrein eingeweiht. Der Schrein enthält in einer Messingkapsel jeweils ein Stück Stoff aus dem Habit und einem Hemd von P. Titus Brandsma sowie einen Beutel mit Erde aus dem Konzentrationslager Dachau.
Mit der Aufgabe der St. Mariä Geburt Kirche und dem Ende der Betreuung durch die Karmeliten wurden die Reliquien 2009 in die Mainzer Karmeliterkirche überführt.
Quellennachweis:
Die Bilder 1 – 3 wurden der Veröffentlichung „Der selige Karmelit Titus Brandsma – Märtyrer in Dachau“ der Gemeinde St. Mariä Geburt entnommen und stammen teilweise von Martin Engelbrecht (+2006).
Bild 4 stammt von Thomas Ricken





